Offene Werkstatt des FabLab Freising e.V.
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Bachstraße 8, Freising

Bachstraße 8, 85354 Freising, Germany

Offene Werkstatt des FabLab Freising e.V. | 3D‑Druck & CNC

Die Offene Werkstatt des FabLab Freising e.V. in der Bachstraße 8 in Freising‑Vötting ist ein lebendiger Ort für alle, die Ideen umsetzen, Dinge reparieren oder neue Technologien ausprobieren wollen. Hier teilen Menschen Werkzeuge, Maschinen und Wissen – ganz gleich ob Anfängerin, Tüftler, Schülerin, Handwerker oder Kreative. In unmittelbarer Nähe zum Campus Weihenstephan und dem Vöttinger Weiher gelegen, verbindet das Haus „BACH8“ moderne Fertigungsmittel wie Lasercutter und 3D‑Druck mit einer gut ausgestatteten Elektronik‑ und Repair‑Werkstatt sowie Bereichen für PC‑Arbeit, Basteln und Kreatives. Das Besondere: Die Werkstatt ist offen für alle, die Lust auf Selbermachen haben. Transparente Nutzungsgebühren, verpflichtende Einweisungen für Spezialmaschinen, regelmäßige Einsteigerworkshops und eine engagierte Community senken die Hürden und machen den Einstieg leicht. Neben offenen Abenden gibt es MakerKids‑Nachmittage für junge Tüftlerinnen und Tüftler sowie ein monatliches Repair‑Café in Kooperation mit dem Freischenk e.V. Wer öfter kommen möchte, kann Mitglied werden und unterstützt damit den gemeinnützigen Betrieb. Damit ist die Offene Werkstatt in Freising eine zentrale Anlaufstelle für nachhaltiges Machen, Reparieren und Lernen – mitten im Stadtteil Vötting und gut erreichbar mit dem Stadtbus.

Offene Werkstatt Freising: Öffnungszeiten, Teilnahme und erste Schritte

„Offen für alle“ ist im FabLab Freising e.V. wörtlich zu nehmen: Die Offene Werkstatt richtet sich ausdrücklich an Menschen jeden Alters und Hintergrunds und fördert gemeinsames Lernen, gegenseitige Hilfe und den Austausch zwischen Anfängerinnen und Fortgeschrittenen. Für Neugierige, die zum ersten Mal reinschnuppern möchten, ist besonders der Offene FabLab‑Abend geeignet: Er findet dienstagabends statt und ist im Veranstaltungskalender mit Uhrzeit und Datum ausgewiesen. In der Praxis bedeutet das meist einen Start um 19:00 Uhr und eine offene Werkstattatmosphäre bis etwa 22:00 Uhr, in der freiwillige Betreuerinnen und Betreuer Ansprechpersonen sind, Fragen beantworten und beim Einstieg helfen. Da sich konkrete Termine – beispielsweise im Monatsverlauf oder während Ferienzeiten – ändern können, lohnt stets der Blick in den laufend gepflegten Kalender des Vereins: Dort sind neben den offenen Abenden auch Einführungen, Workshops, MakerKids und Sonderaktionen vermerkt. Wer das erste Mal kommt, kann ohne Vorkenntnisse beginnen: Für grundlegende Tätigkeiten wie Messen, Bohren, Schrauben, Löten, Nähen oder Arbeiten am PC stehen Plätze, Werkzeuge und Materialien bereit. Für die Nutzung von Spezialgeräten – etwa Lasercutter, 3D‑Drucker oder die CNC‑Fräse – ist eine vorherige Einweisung bzw. ein Workshop Pflicht. So wird Qualität und Sicherheit gewährleistet, und alle arbeiten auf dem gleichen Wissensstand. Die Gebührenstruktur ist bewusst niedrigschwellig gehalten: Eine allgemeine Nutzungsgebühr deckt die Grundnutzung von Raum, Service, Handwerkzeugen und Elektrogeräten ab; für Spezialgeräte fallen nur dann zusätzliche Minutensätze an, wenn sie tatsächlich genutzt werden. Der Kalender dient außerdem als Wegweiser für Neuzugänge: Oft sind dort Einsteigertermine wie „Einführung Lasercutter“ oder „3D‑Druck Basics“ ausgeschrieben – ideale Gelegenheiten, das Know‑how zu erwerben, um danach eigenständig zu arbeiten. Bei Fragen vorab hilft das Team per E‑Mail weiter, und vor Ort sind in der Regel erfahrene Mitglieder ansprechbar, die beim Einrichten von Dateien, Materialwahl oder Maschineneinstellungen unterstützen.

Ausstattung: 3D‑Druck, Lasercutter, Elektronik & Werkbereiche

Die Offene Werkstatt in der Bachstraße 8 bündelt mehrere Arbeitsbereiche unter einem Dach, sodass Projekte von der Idee bis zum fertigen Objekt realisierbar sind. Herzstück der digitalen Fertigung sind zwei Lasercutter: Der Rayjet R400 ist ein leistungsstarker CO₂‑Laser mit 100 Watt und einer großzügigen Bearbeitungsfläche von 1030 × 630 mm – ideal zum präzisen Schneiden und Gravieren von Holz, Acryl, Karton und vielen weiteren geeigneten Materialien innerhalb der Herstellervorgaben. Ergänzend steht der kompakte Mr. Beam II mit Diodenlaser (5 W) und einer Arbeitsfläche von 500 × 400 mm zur Verfügung, der sich besonders für feinere Gravuren und dünnere Materialien eignet. Für additiv gefertigte Teile sind mehrere 3D‑Drucker vorhanden, darunter ein Ultimaker 2 (Schichtauflösung bis 20 µm, Druckvolumen 23 × 22,5 × 20,5 cm, 2,85‑mm‑Filament, beheiztes Bett) sowie ein German RepRap (Auflösung bis 100 µm, Druckvolumen 15 × 15 × 15 cm, 1,75‑mm‑Filament). Eine vergrößerte CNC‑„Volksfräse“ nach dem Vorbild des Youtubers Uncle Phil ist im Aufbau: Die Maschine bietet eine Arbeitsfläche von ca. 700 × 1300 mm, eine luftgekühlte VEVOR‑Spindel mit bis zu 2,2 kW Leistung und ER20‑Spannzangen – die Inbetriebnahme erfolgt nach Abschluss der Einhausung, Absaugung und finalen Tests und setzt später ebenso eine Einweisung voraus. Im 1. Obergeschoss befindet sich eine gut ausgestattete Elektronik‑ und Repair‑Werkstatt mit Messgeräten, zwei Lötarbeitsplätzen (für verbleites und unverbleites Löten), Bauteilsortimenten und Werkzeug für Reparaturen sowie Prototyping. Für Experimente stehen u.a. Mikrocontroller‑Plattformen (z.B. Arduino), Raspberry‑Pi‑Systeme, Breadboards, Sensoren und LEDs bereit. Ebenfalls im 1. Stock liegt der Bereich „PC, Basteln & Kreatives“ mit einer PC‑Ecke zum Arbeiten, Testen und Reparieren von Computern, einer Nähmaschine sowie Werkzeugen und Material z.B. für Lederarbeiten – hier ist momentan auch die CNC‑Fräse provisorisch untergebracht, bis der künftige Kellerbereich fertig ist. Für Holzarbeiten nutzt die Werkstatt derzeit eine ebenerdige Garage, die sich durch die bequeme Anlieferung großformatiger Platten auszeichnet. Neben der selbstgebauten, multifunktionalen Werkbank stehen hier u.a. eine Scheppach DP50 Tischbohrmaschine, eine Scheppach‑Bandsäge, eine VonHaus‑Kantenfräse, eine 710‑W‑Oberfräse mit Spannzangen (¼ Zoll, 6 mm, 8 mm) sowie gängige Hand‑ und Elektrowerkzeuge zur Verfügung; weitere Holzmaschinen werden sukzessive ergänzt. Der Metallbereich ist im Aufbau und soll künftig im Keller Platz finden; bereits vorhanden sind u.a. ein PARKSIDE Metall‑Trennschneider (PMTS 180 A1) sowie ein PARKSIDE Plasmaschneider (PPS 40 B3) inkl. Kreisschneidaufsatz und Düsen‑/Elektrodenset. Das Spektrum macht klar: Ob gravierte Einzelstücke, gelaserte Bauteile, PLA‑Prototypen, gelötete Elektronik, genähte Upcycling‑Projekte oder erste Holz‑ und Metallarbeiten – die Offene Werkstatt bietet das passende Umfeld. Damit aus Möglichkeiten sichere Ergebnisse werden, legt das Team großen Wert auf verständliche Einweisungen, dokumentierte Maschinendaten und klare Prozesse für Bedienung, Material und Sicherheit.

Einweisungen, Sicherheit und Nutzungsgebühren in der Offenen Werkstatt

Damit alle Besucherinnen und Besucher verantwortungsvoll und sicher arbeiten, gilt in der Offenen Werkstatt das Prinzip „Erst Einweisung, dann Nutzung“ für Spezialgeräte. Wer den Rayjet‑Lasercutter, den Mr. Beam, die 3D‑Drucker oder später die CNC‑Fräse verwenden will, bucht eine Einführung oder einen passenden Workshop. Diese Formate erklären Funktionsweise, geeignete Materialien, Dateiformate, Software‑Workflows und die wichtigsten Sicherheitsregeln – von der Materialkunde über Lüftung/Absaugung bis hin zu Not‑Aus‑Positionen. Nach der bestandenen Einweisung dürfen die Maschinen selbstständig innerhalb der Hausregeln genutzt werden. Die Grundnutzung der Werkstatt decken die allgemeinen Nutzungsgebühren ab. Der Verein hält die Hürden bewusst niedrig: Pro Stunde fallen 3 € an – dafür sind Raum, Service (WLAN, PC‑Nutzung, Hilfestellung), Handwerkzeuge und typische Elektrogeräte (z.B. Bohrer, Sägen, Heißluftföhn, Lötkolben) enthalten. Wer Spezialgeräte benötigt, bezahlt nur die effektiv genutzte Zeit: Am 3D‑Drucker 0,25 € je 30 Minuten plus 0,05 € pro Gramm Filament; am Lasercutter 0,70 € pro Minute. So lassen sich Projekte gut kalkulieren, und auch kurze Testjobs bleiben bezahlbar. Daneben gibt es die Möglichkeit einer Mitgliedschaft: Sie ist nicht zwingend, unterstützt aber den Gemeinwohlgedanken der offenen Werkstatt und ermöglicht langfristiges Planen und Investieren. Der jährliche Mitgliedsbeitrag liegt derzeit gestaffelt bei 12 € (bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres), 36 € (Erwachsene) sowie 60 € für Familien desselben Haushalts. Die Aufnahme erfolgt unkompliziert über einen Online‑Antrag; Spenden sind willkommen. Ob Mitglied oder Gast: Für alle gelten dieselben Sicherheitsgrundsätze, insbesondere im Umgang mit Lasern, stromführenden Geräten und rotierenden Werkzeugen. Während der offenen Abende und Workshops sind in der Regel ansprechbare Betreuerinnen und Betreuer vor Ort, die bei der Planung helfen, Dateien prüfen, Materialtipps geben oder bei Fehlersuche und Feinabstimmung begleiten. Praktisch bedeutet das: Wer etwa ein graviertes Acrylschild mit dem Rayjet herstellen möchte, klärt in der Einweisung Materialfreigaben und Parameter, bereitet eine geeignete Vektor‑ oder Rasterdatei vor, reserviert die Maschine und rechnet die Laserzeit transparent über die Minutengebühr ab. Wer ein Gehäuse drucken will, wählt Filament, Layerhöhe und Infill passend zur Anwendung; Materialverbrauch und Maschinennutzung werden minutengenau und grammgenau erfasst. Das Ergebnis: planbare Kosten bei maximaler kreativer Freiheit.

MakerKids, Workshops und Repair‑Café: Programm und Community

Über die offene Nutzung hinaus prägen wiederkehrende Formate das Programm im BACH8. Für Kinder und Jugendliche bietet das FabLab Freising e.V. die MakerKids – ein offenes, betreutes Angebot für Tüftlerinnen und Tüftler ab etwa 10 Jahren. Im Kalender sind die Termine in der Regel freitagnachmittags im Zwei‑Wochen‑Rhythmus zu finden; je nach Thema stehen dabei das kreative Arbeiten mit Papier, upgecycelten Materialien oder erste Schritte mit 3D‑Druck und Lasergravur im Fokus. Die MakerKids fördern spielerisch Problemlösen, Teamarbeit und technisches Verständnis – und sie sind ein idealer Einstieg, um später selbstständig an Projekten zu arbeiten. Erwachsene und Einsteigerinnen finden im Veranstaltungskalender praxisnahe Workshops wie „Einführung Lasercutter“: Hier geht es um Funktionsweise, Software und Dateiformate, geeignete Materialien sowie das sichere Bedienen des Geräts – ein kompakter Weg, um anschließend eigene Projekte umzusetzen. Daneben organisiert der Verein je nach Nachfrage weitere Formate, etwa Grundkurse im 3D‑Druck, Elektronik‑Einsteigerabende oder thematische Community‑Treffen. Ein Highlight für die Stadtgesellschaft ist das Repair‑Café, das in Kooperation mit dem Freischenk e.V. seit November 2023 in der Offenen Werkstatt stattfindet – nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ und mit klarer Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. In der Regel öffnen an jedem zweiten Samstag im Monat von 15:00 bis 18:00 Uhr die Türen: Gemeinsam mit ehrenamtlichen Reparateuren werden Alltagsgeräte geprüft, Fehler gefunden und, wenn möglich, wieder funktionstüchtig gemacht; dazu gibt es Kaffee und Kuchen in entspannter Atmosphäre. Das Repair‑Café ergänzt ideal die Elektronik‑ und Repair‑Werkstatt des FabLab: Messgeräte, Lötplätze und Spezialwerkzeuge sind vor Ort vorhanden, ebenso Know‑how rund um Mikrocontroller, Raspberry‑Pi‑Projekte und klassische Haushaltsreparaturen. Zudem ist der Standort Bachstraße 8 Anlaufpunkt für weitere zivilgesellschaftliche Initiativen rund um Teilen, Tauschen und Leihen – sichtbar etwa durch Programminformationen und Kooperationen, die im Haus und auf Partnerseiten kommuniziert werden. Das gemeinsame Ziel: Eine Kultur des Selbermachens und Reparierens etablieren, junge Menschen für Technik begeistern und gleichzeitig durch geteilte Ressourcen und verlängerte Produktnutzung Umwelt und Geldbeutel schonen.

Anfahrt zur Bachstraße 8 in Freising‑Vötting und Parken

Die Offene Werkstatt liegt im Stadtteil Vötting an der Bachstraße 8 – verkehrsgünstig zwischen Campus Weihenstephan und dem Naherholungsgebiet Vöttinger Weiher. Wer mit dem öffentlichen Nahverkehr kommt, nutzt den Stadtbus Freising bis zur Haltestelle „Bachstraße“ in Vötting; von dort sind es nur wenige Gehminuten. Das Stadtbusnetz wurde zum Fahrplanwechsel Ende 2025 modernisiert; Weihenstephan/Vötting ist gut an Bahnhof und Altstadt angebunden. Für die Anreise mit dem Fahrrad bietet die Lage am Weiher und entlang ruhiger Nebenstraßen eine angenehme, kurze Strecke aus vielen Quartieren der Stadt. Mit dem Auto erreicht man die Bachstraße über die Vöttinger Straße bzw. über die Westtangente; entlang der Bachstraße und im Umfeld des Vöttinger Weihers sind ausgewiesene Stellplätze vorhanden. Bei großem Andrang – etwa bei Veranstaltungen in der Umgebung – empfiehlt sich das Parken am P+R‑Parkplatz am Bahnhof Freising mit Weiterfahrt per Bus. In der unmittelbaren Umgebung befinden sich Orientierungspunkte wie die Teilbibliotheken der TUM in Weihenstephan, Gasthof‑ und Hotelbetriebe an der Vöttinger Straße sowie Freizeitflächen rund um den Weiher. Besucherinnen und Besucher beachten bitte vor Ort die Verkehrsführung und Parkhinweise. Wer noch nie vor Ort war, plant am besten ein paar Minuten extra ein, um die Werkstatt im „BACH8“ zu finden; das Team ist an offenen Abenden erkennbar und hilft gern bei der Orientierung. Die Kombination aus Busanbindung, Rad‑Infrastruktur und den Parkmöglichkeiten am Weiher macht den Standort auch ohne eigenes Auto sehr gut erreichbar – ein Plus für spontane Besuche am Dienstagabend oder für gebuchte Workshops und Einweisungen.

Hintergrund: Vom FiMuS zur Offenen Werkstatt FabLab Freising e.V.

Die Geschichte der Offenen Werkstatt in Freising beginnt lange vor dem Einzug in die Bachstraße 8. Der heutige FabLab Freising e.V. ging im November 2018 aus dem „Förderverein innovative Medien und Schulung e.V.“ (FiMuS) hervor, der bereits 1997 – im Rahmen der bayerischen Initiative „Bayern‑Online“ – gegründet worden war. Ziel war damals, Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zum Internet und zu digitalen Medien zu eröffnen, Schulungen anzubieten und die Vorteile vernetzter Kommunikation erlebbar zu machen. Über die Jahre verlagerte sich die Arbeit vom „Internet“ als Medium hin zu praktischen, greifbaren Digitalthemen: 2015 kam mit Förderung des Bürgernetzverbands der erste 3D‑Drucker (Ultimaker 2) hinzu; in Workshops lernten Erwachsene und Kinder die Grundlagen des additiven Fertigens. Bald folgte ein Lasercutter („Mr. Beam“), PiTop‑Rechner mit Raspberry‑Pi‑Systemen, eine selbstgebaute Werkbank – und mit einem Gewinn beim Spendenwettbewerb der Sparkasse Freising konnte 2020 der Aufbau einer CNC‑Fräse begonnen werden. Parallel professionalisierte sich die Vereinsstruktur, die Satzung wurde erweitert und der Name in „FabLab Freising e.V.“ geändert – Ausdruck einer neuen Phase, in der offenes, gemeinwohlorientiertes Machen, Reparieren, Forschen und Lernen im Vordergrund steht. Heute ist der Verein Mitglied im Verbund Offener Werkstätten e.V., vernetzt sich mit ähnlichen Initiativen deutschlandweit und beteiligt sich regelmäßig an Programmen in Stadt und Landkreis, etwa am Ferienprogramm der Stadtjugendpflege. Die Werkstattflächen in der Bachstraße 8 tragen der inhaltlichen Entwicklung Rechnung: Neben Laser, 3D‑Druck und einer wachsenden CNC‑Infrastruktur gibt es Räume für Elektronik & Repair, PC‑Arbeit, Basteln und kreative Techniken, hinzu kommen Holz‑ und Metallbereiche im Aufbau. Die Ausrichtung ist breit, aber fokussiert auf selbstbestimmtes Lernen und gemeinsames Erarbeiten von Lösungen – ob beim Bau einer Lampe, beim Entwurf gelaserter Schablonen, beim Drucken von Ersatzteilen oder beim Wiederbeleben eines scheinbar defekten Haushaltsgeräts. Dass die Offene Werkstatt in Vötting an der Bachstraße 8 zu einem Treffpunkt der lokalen Maker‑Szene geworden ist, hängt mit dieser Mischung zusammen: moderne Maschinen, starke Nachbarschaft, transparente Regeln, viel Hilfsbereitschaft und eine gute Portion Experimentierfreude. Wer dazukommt, profitiert von dokumentierten Maschinendaten, Einweisungen und Ansprechpartnerinnen – und bringt zugleich eigene Interessen ein, sei es Textil, Modellbau, Fahrradreparatur, Elektronik oder Holz. So entsteht eine Lernkultur, die Generationen und Disziplinen verbindet, und die Offene Werkstatt wird zum Ort, an dem aus Ideen Gegenstände werden und aus Gegenständen Geschichten – im besten Sinn einer Stadt, die Wissenschaft und Handwerk schon immer eng verknüpft hat.

Quellen:

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Offene Werkstatt des FabLab Freising e.V. | 3D‑Druck & CNC

Die Offene Werkstatt des FabLab Freising e.V. in der Bachstraße 8 in Freising‑Vötting ist ein lebendiger Ort für alle, die Ideen umsetzen, Dinge reparieren oder neue Technologien ausprobieren wollen. Hier teilen Menschen Werkzeuge, Maschinen und Wissen – ganz gleich ob Anfängerin, Tüftler, Schülerin, Handwerker oder Kreative. In unmittelbarer Nähe zum Campus Weihenstephan und dem Vöttinger Weiher gelegen, verbindet das Haus „BACH8“ moderne Fertigungsmittel wie Lasercutter und 3D‑Druck mit einer gut ausgestatteten Elektronik‑ und Repair‑Werkstatt sowie Bereichen für PC‑Arbeit, Basteln und Kreatives. Das Besondere: Die Werkstatt ist offen für alle, die Lust auf Selbermachen haben. Transparente Nutzungsgebühren, verpflichtende Einweisungen für Spezialmaschinen, regelmäßige Einsteigerworkshops und eine engagierte Community senken die Hürden und machen den Einstieg leicht. Neben offenen Abenden gibt es MakerKids‑Nachmittage für junge Tüftlerinnen und Tüftler sowie ein monatliches Repair‑Café in Kooperation mit dem Freischenk e.V. Wer öfter kommen möchte, kann Mitglied werden und unterstützt damit den gemeinnützigen Betrieb. Damit ist die Offene Werkstatt in Freising eine zentrale Anlaufstelle für nachhaltiges Machen, Reparieren und Lernen – mitten im Stadtteil Vötting und gut erreichbar mit dem Stadtbus.

Offene Werkstatt Freising: Öffnungszeiten, Teilnahme und erste Schritte

„Offen für alle“ ist im FabLab Freising e.V. wörtlich zu nehmen: Die Offene Werkstatt richtet sich ausdrücklich an Menschen jeden Alters und Hintergrunds und fördert gemeinsames Lernen, gegenseitige Hilfe und den Austausch zwischen Anfängerinnen und Fortgeschrittenen. Für Neugierige, die zum ersten Mal reinschnuppern möchten, ist besonders der Offene FabLab‑Abend geeignet: Er findet dienstagabends statt und ist im Veranstaltungskalender mit Uhrzeit und Datum ausgewiesen. In der Praxis bedeutet das meist einen Start um 19:00 Uhr und eine offene Werkstattatmosphäre bis etwa 22:00 Uhr, in der freiwillige Betreuerinnen und Betreuer Ansprechpersonen sind, Fragen beantworten und beim Einstieg helfen. Da sich konkrete Termine – beispielsweise im Monatsverlauf oder während Ferienzeiten – ändern können, lohnt stets der Blick in den laufend gepflegten Kalender des Vereins: Dort sind neben den offenen Abenden auch Einführungen, Workshops, MakerKids und Sonderaktionen vermerkt. Wer das erste Mal kommt, kann ohne Vorkenntnisse beginnen: Für grundlegende Tätigkeiten wie Messen, Bohren, Schrauben, Löten, Nähen oder Arbeiten am PC stehen Plätze, Werkzeuge und Materialien bereit. Für die Nutzung von Spezialgeräten – etwa Lasercutter, 3D‑Drucker oder die CNC‑Fräse – ist eine vorherige Einweisung bzw. ein Workshop Pflicht. So wird Qualität und Sicherheit gewährleistet, und alle arbeiten auf dem gleichen Wissensstand. Die Gebührenstruktur ist bewusst niedrigschwellig gehalten: Eine allgemeine Nutzungsgebühr deckt die Grundnutzung von Raum, Service, Handwerkzeugen und Elektrogeräten ab; für Spezialgeräte fallen nur dann zusätzliche Minutensätze an, wenn sie tatsächlich genutzt werden. Der Kalender dient außerdem als Wegweiser für Neuzugänge: Oft sind dort Einsteigertermine wie „Einführung Lasercutter“ oder „3D‑Druck Basics“ ausgeschrieben – ideale Gelegenheiten, das Know‑how zu erwerben, um danach eigenständig zu arbeiten. Bei Fragen vorab hilft das Team per E‑Mail weiter, und vor Ort sind in der Regel erfahrene Mitglieder ansprechbar, die beim Einrichten von Dateien, Materialwahl oder Maschineneinstellungen unterstützen.

Ausstattung: 3D‑Druck, Lasercutter, Elektronik & Werkbereiche

Die Offene Werkstatt in der Bachstraße 8 bündelt mehrere Arbeitsbereiche unter einem Dach, sodass Projekte von der Idee bis zum fertigen Objekt realisierbar sind. Herzstück der digitalen Fertigung sind zwei Lasercutter: Der Rayjet R400 ist ein leistungsstarker CO₂‑Laser mit 100 Watt und einer großzügigen Bearbeitungsfläche von 1030 × 630 mm – ideal zum präzisen Schneiden und Gravieren von Holz, Acryl, Karton und vielen weiteren geeigneten Materialien innerhalb der Herstellervorgaben. Ergänzend steht der kompakte Mr. Beam II mit Diodenlaser (5 W) und einer Arbeitsfläche von 500 × 400 mm zur Verfügung, der sich besonders für feinere Gravuren und dünnere Materialien eignet. Für additiv gefertigte Teile sind mehrere 3D‑Drucker vorhanden, darunter ein Ultimaker 2 (Schichtauflösung bis 20 µm, Druckvolumen 23 × 22,5 × 20,5 cm, 2,85‑mm‑Filament, beheiztes Bett) sowie ein German RepRap (Auflösung bis 100 µm, Druckvolumen 15 × 15 × 15 cm, 1,75‑mm‑Filament). Eine vergrößerte CNC‑„Volksfräse“ nach dem Vorbild des Youtubers Uncle Phil ist im Aufbau: Die Maschine bietet eine Arbeitsfläche von ca. 700 × 1300 mm, eine luftgekühlte VEVOR‑Spindel mit bis zu 2,2 kW Leistung und ER20‑Spannzangen – die Inbetriebnahme erfolgt nach Abschluss der Einhausung, Absaugung und finalen Tests und setzt später ebenso eine Einweisung voraus. Im 1. Obergeschoss befindet sich eine gut ausgestattete Elektronik‑ und Repair‑Werkstatt mit Messgeräten, zwei Lötarbeitsplätzen (für verbleites und unverbleites Löten), Bauteilsortimenten und Werkzeug für Reparaturen sowie Prototyping. Für Experimente stehen u.a. Mikrocontroller‑Plattformen (z.B. Arduino), Raspberry‑Pi‑Systeme, Breadboards, Sensoren und LEDs bereit. Ebenfalls im 1. Stock liegt der Bereich „PC, Basteln & Kreatives“ mit einer PC‑Ecke zum Arbeiten, Testen und Reparieren von Computern, einer Nähmaschine sowie Werkzeugen und Material z.B. für Lederarbeiten – hier ist momentan auch die CNC‑Fräse provisorisch untergebracht, bis der künftige Kellerbereich fertig ist. Für Holzarbeiten nutzt die Werkstatt derzeit eine ebenerdige Garage, die sich durch die bequeme Anlieferung großformatiger Platten auszeichnet. Neben der selbstgebauten, multifunktionalen Werkbank stehen hier u.a. eine Scheppach DP50 Tischbohrmaschine, eine Scheppach‑Bandsäge, eine VonHaus‑Kantenfräse, eine 710‑W‑Oberfräse mit Spannzangen (¼ Zoll, 6 mm, 8 mm) sowie gängige Hand‑ und Elektrowerkzeuge zur Verfügung; weitere Holzmaschinen werden sukzessive ergänzt. Der Metallbereich ist im Aufbau und soll künftig im Keller Platz finden; bereits vorhanden sind u.a. ein PARKSIDE Metall‑Trennschneider (PMTS 180 A1) sowie ein PARKSIDE Plasmaschneider (PPS 40 B3) inkl. Kreisschneidaufsatz und Düsen‑/Elektrodenset. Das Spektrum macht klar: Ob gravierte Einzelstücke, gelaserte Bauteile, PLA‑Prototypen, gelötete Elektronik, genähte Upcycling‑Projekte oder erste Holz‑ und Metallarbeiten – die Offene Werkstatt bietet das passende Umfeld. Damit aus Möglichkeiten sichere Ergebnisse werden, legt das Team großen Wert auf verständliche Einweisungen, dokumentierte Maschinendaten und klare Prozesse für Bedienung, Material und Sicherheit.

Einweisungen, Sicherheit und Nutzungsgebühren in der Offenen Werkstatt

Damit alle Besucherinnen und Besucher verantwortungsvoll und sicher arbeiten, gilt in der Offenen Werkstatt das Prinzip „Erst Einweisung, dann Nutzung“ für Spezialgeräte. Wer den Rayjet‑Lasercutter, den Mr. Beam, die 3D‑Drucker oder später die CNC‑Fräse verwenden will, bucht eine Einführung oder einen passenden Workshop. Diese Formate erklären Funktionsweise, geeignete Materialien, Dateiformate, Software‑Workflows und die wichtigsten Sicherheitsregeln – von der Materialkunde über Lüftung/Absaugung bis hin zu Not‑Aus‑Positionen. Nach der bestandenen Einweisung dürfen die Maschinen selbstständig innerhalb der Hausregeln genutzt werden. Die Grundnutzung der Werkstatt decken die allgemeinen Nutzungsgebühren ab. Der Verein hält die Hürden bewusst niedrig: Pro Stunde fallen 3 € an – dafür sind Raum, Service (WLAN, PC‑Nutzung, Hilfestellung), Handwerkzeuge und typische Elektrogeräte (z.B. Bohrer, Sägen, Heißluftföhn, Lötkolben) enthalten. Wer Spezialgeräte benötigt, bezahlt nur die effektiv genutzte Zeit: Am 3D‑Drucker 0,25 € je 30 Minuten plus 0,05 € pro Gramm Filament; am Lasercutter 0,70 € pro Minute. So lassen sich Projekte gut kalkulieren, und auch kurze Testjobs bleiben bezahlbar. Daneben gibt es die Möglichkeit einer Mitgliedschaft: Sie ist nicht zwingend, unterstützt aber den Gemeinwohlgedanken der offenen Werkstatt und ermöglicht langfristiges Planen und Investieren. Der jährliche Mitgliedsbeitrag liegt derzeit gestaffelt bei 12 € (bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres), 36 € (Erwachsene) sowie 60 € für Familien desselben Haushalts. Die Aufnahme erfolgt unkompliziert über einen Online‑Antrag; Spenden sind willkommen. Ob Mitglied oder Gast: Für alle gelten dieselben Sicherheitsgrundsätze, insbesondere im Umgang mit Lasern, stromführenden Geräten und rotierenden Werkzeugen. Während der offenen Abende und Workshops sind in der Regel ansprechbare Betreuerinnen und Betreuer vor Ort, die bei der Planung helfen, Dateien prüfen, Materialtipps geben oder bei Fehlersuche und Feinabstimmung begleiten. Praktisch bedeutet das: Wer etwa ein graviertes Acrylschild mit dem Rayjet herstellen möchte, klärt in der Einweisung Materialfreigaben und Parameter, bereitet eine geeignete Vektor‑ oder Rasterdatei vor, reserviert die Maschine und rechnet die Laserzeit transparent über die Minutengebühr ab. Wer ein Gehäuse drucken will, wählt Filament, Layerhöhe und Infill passend zur Anwendung; Materialverbrauch und Maschinennutzung werden minutengenau und grammgenau erfasst. Das Ergebnis: planbare Kosten bei maximaler kreativer Freiheit.

MakerKids, Workshops und Repair‑Café: Programm und Community

Über die offene Nutzung hinaus prägen wiederkehrende Formate das Programm im BACH8. Für Kinder und Jugendliche bietet das FabLab Freising e.V. die MakerKids – ein offenes, betreutes Angebot für Tüftlerinnen und Tüftler ab etwa 10 Jahren. Im Kalender sind die Termine in der Regel freitagnachmittags im Zwei‑Wochen‑Rhythmus zu finden; je nach Thema stehen dabei das kreative Arbeiten mit Papier, upgecycelten Materialien oder erste Schritte mit 3D‑Druck und Lasergravur im Fokus. Die MakerKids fördern spielerisch Problemlösen, Teamarbeit und technisches Verständnis – und sie sind ein idealer Einstieg, um später selbstständig an Projekten zu arbeiten. Erwachsene und Einsteigerinnen finden im Veranstaltungskalender praxisnahe Workshops wie „Einführung Lasercutter“: Hier geht es um Funktionsweise, Software und Dateiformate, geeignete Materialien sowie das sichere Bedienen des Geräts – ein kompakter Weg, um anschließend eigene Projekte umzusetzen. Daneben organisiert der Verein je nach Nachfrage weitere Formate, etwa Grundkurse im 3D‑Druck, Elektronik‑Einsteigerabende oder thematische Community‑Treffen. Ein Highlight für die Stadtgesellschaft ist das Repair‑Café, das in Kooperation mit dem Freischenk e.V. seit November 2023 in der Offenen Werkstatt stattfindet – nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ und mit klarer Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. In der Regel öffnen an jedem zweiten Samstag im Monat von 15:00 bis 18:00 Uhr die Türen: Gemeinsam mit ehrenamtlichen Reparateuren werden Alltagsgeräte geprüft, Fehler gefunden und, wenn möglich, wieder funktionstüchtig gemacht; dazu gibt es Kaffee und Kuchen in entspannter Atmosphäre. Das Repair‑Café ergänzt ideal die Elektronik‑ und Repair‑Werkstatt des FabLab: Messgeräte, Lötplätze und Spezialwerkzeuge sind vor Ort vorhanden, ebenso Know‑how rund um Mikrocontroller, Raspberry‑Pi‑Projekte und klassische Haushaltsreparaturen. Zudem ist der Standort Bachstraße 8 Anlaufpunkt für weitere zivilgesellschaftliche Initiativen rund um Teilen, Tauschen und Leihen – sichtbar etwa durch Programminformationen und Kooperationen, die im Haus und auf Partnerseiten kommuniziert werden. Das gemeinsame Ziel: Eine Kultur des Selbermachens und Reparierens etablieren, junge Menschen für Technik begeistern und gleichzeitig durch geteilte Ressourcen und verlängerte Produktnutzung Umwelt und Geldbeutel schonen.

Anfahrt zur Bachstraße 8 in Freising‑Vötting und Parken

Die Offene Werkstatt liegt im Stadtteil Vötting an der Bachstraße 8 – verkehrsgünstig zwischen Campus Weihenstephan und dem Naherholungsgebiet Vöttinger Weiher. Wer mit dem öffentlichen Nahverkehr kommt, nutzt den Stadtbus Freising bis zur Haltestelle „Bachstraße“ in Vötting; von dort sind es nur wenige Gehminuten. Das Stadtbusnetz wurde zum Fahrplanwechsel Ende 2025 modernisiert; Weihenstephan/Vötting ist gut an Bahnhof und Altstadt angebunden. Für die Anreise mit dem Fahrrad bietet die Lage am Weiher und entlang ruhiger Nebenstraßen eine angenehme, kurze Strecke aus vielen Quartieren der Stadt. Mit dem Auto erreicht man die Bachstraße über die Vöttinger Straße bzw. über die Westtangente; entlang der Bachstraße und im Umfeld des Vöttinger Weihers sind ausgewiesene Stellplätze vorhanden. Bei großem Andrang – etwa bei Veranstaltungen in der Umgebung – empfiehlt sich das Parken am P+R‑Parkplatz am Bahnhof Freising mit Weiterfahrt per Bus. In der unmittelbaren Umgebung befinden sich Orientierungspunkte wie die Teilbibliotheken der TUM in Weihenstephan, Gasthof‑ und Hotelbetriebe an der Vöttinger Straße sowie Freizeitflächen rund um den Weiher. Besucherinnen und Besucher beachten bitte vor Ort die Verkehrsführung und Parkhinweise. Wer noch nie vor Ort war, plant am besten ein paar Minuten extra ein, um die Werkstatt im „BACH8“ zu finden; das Team ist an offenen Abenden erkennbar und hilft gern bei der Orientierung. Die Kombination aus Busanbindung, Rad‑Infrastruktur und den Parkmöglichkeiten am Weiher macht den Standort auch ohne eigenes Auto sehr gut erreichbar – ein Plus für spontane Besuche am Dienstagabend oder für gebuchte Workshops und Einweisungen.

Hintergrund: Vom FiMuS zur Offenen Werkstatt FabLab Freising e.V.

Die Geschichte der Offenen Werkstatt in Freising beginnt lange vor dem Einzug in die Bachstraße 8. Der heutige FabLab Freising e.V. ging im November 2018 aus dem „Förderverein innovative Medien und Schulung e.V.“ (FiMuS) hervor, der bereits 1997 – im Rahmen der bayerischen Initiative „Bayern‑Online“ – gegründet worden war. Ziel war damals, Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zum Internet und zu digitalen Medien zu eröffnen, Schulungen anzubieten und die Vorteile vernetzter Kommunikation erlebbar zu machen. Über die Jahre verlagerte sich die Arbeit vom „Internet“ als Medium hin zu praktischen, greifbaren Digitalthemen: 2015 kam mit Förderung des Bürgernetzverbands der erste 3D‑Drucker (Ultimaker 2) hinzu; in Workshops lernten Erwachsene und Kinder die Grundlagen des additiven Fertigens. Bald folgte ein Lasercutter („Mr. Beam“), PiTop‑Rechner mit Raspberry‑Pi‑Systemen, eine selbstgebaute Werkbank – und mit einem Gewinn beim Spendenwettbewerb der Sparkasse Freising konnte 2020 der Aufbau einer CNC‑Fräse begonnen werden. Parallel professionalisierte sich die Vereinsstruktur, die Satzung wurde erweitert und der Name in „FabLab Freising e.V.“ geändert – Ausdruck einer neuen Phase, in der offenes, gemeinwohlorientiertes Machen, Reparieren, Forschen und Lernen im Vordergrund steht. Heute ist der Verein Mitglied im Verbund Offener Werkstätten e.V., vernetzt sich mit ähnlichen Initiativen deutschlandweit und beteiligt sich regelmäßig an Programmen in Stadt und Landkreis, etwa am Ferienprogramm der Stadtjugendpflege. Die Werkstattflächen in der Bachstraße 8 tragen der inhaltlichen Entwicklung Rechnung: Neben Laser, 3D‑Druck und einer wachsenden CNC‑Infrastruktur gibt es Räume für Elektronik & Repair, PC‑Arbeit, Basteln und kreative Techniken, hinzu kommen Holz‑ und Metallbereiche im Aufbau. Die Ausrichtung ist breit, aber fokussiert auf selbstbestimmtes Lernen und gemeinsames Erarbeiten von Lösungen – ob beim Bau einer Lampe, beim Entwurf gelaserter Schablonen, beim Drucken von Ersatzteilen oder beim Wiederbeleben eines scheinbar defekten Haushaltsgeräts. Dass die Offene Werkstatt in Vötting an der Bachstraße 8 zu einem Treffpunkt der lokalen Maker‑Szene geworden ist, hängt mit dieser Mischung zusammen: moderne Maschinen, starke Nachbarschaft, transparente Regeln, viel Hilfsbereitschaft und eine gute Portion Experimentierfreude. Wer dazukommt, profitiert von dokumentierten Maschinendaten, Einweisungen und Ansprechpartnerinnen – und bringt zugleich eigene Interessen ein, sei es Textil, Modellbau, Fahrradreparatur, Elektronik oder Holz. So entsteht eine Lernkultur, die Generationen und Disziplinen verbindet, und die Offene Werkstatt wird zum Ort, an dem aus Ideen Gegenstände werden und aus Gegenständen Geschichten – im besten Sinn einer Stadt, die Wissenschaft und Handwerk schon immer eng verknüpft hat.

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