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Stadtrat schafft neue Perspektiven für den SEF

Freising gibt grünes Licht: Erima-Sportpark und neue Flutlichtanlage kommen

Der Stadtrat in Freising hat dem SE Freising zwei Entscheidungen ermöglicht, die für den Verein unmittelbar spürbar sind: Der Klub darf die Namensrechte am Stadion in der Savoyer Au für fünf Jahre an den Sportartikelhersteller Erima vergeben. Außerdem wurde der Weg frei gemacht, damit der Verein die Flutlichtanlage am Trainingsplatz 1 in Eigenregie modernisieren und dafür Fördermittel beantragen kann.

Fünf Jahre Namensrechte: „Erima-Sportpark“ – aber nur im Vereins-Wording

In nicht öffentlicher Sitzung stimmte der Stadtrat dem Antrag des SE Freising zu, die Namensrechte für das Stadion in der Savoyer Au für fünf Jahre an Erima zu veräußern. Eine direkte Geldzahlung ist dabei nicht vorgesehen. Stattdessen soll der Verein Sportartikel im Wert eines fünfstelligen Betrags erhalten.

Für die Außenwirkung wurde zugleich eine klare Trennlinie gezogen: Nach Darstellung von Sportreferent Jürgen Mieskes soll „Erima-Sportpark“ künftig lediglich im Vereins-Wording des SE Freising verwendet werden. Für Schulen und andere Nutzer bleibe die Anlage weiterhin die Savoyer Au. Mieskes betonte zudem, die Stadt gehe mit dem Vertrag selbst keine Verpflichtung ein.

Politisch war die Entscheidung keine Formsache. Der Antrag war zuvor im Finanzausschuss abgelehnt worden und kam erst auf Initiative von Mieskes erneut in den Stadtrat. Über das genaue Abstimmungsverhältnis ist nichts bekannt; Mieskes sprach jedoch von einer eindeutigen Mehrheit.

Für den SE Freising ist das Konstrukt vor allem eine finanzielle Entlastung über einen geldwerten Vorteil: Die Ausstattung durch einen Sponsor wirkt in der Praxis ähnlich wie ein Budgetposten, den der Verein nicht mehr aus eigenen Mitteln finanzieren muss – gerade bei laufenden Ausgaben wie Material, Organisation und Zuschüssen. Mieskes verwies in diesem Zusammenhang auf „ausufernde Kosten etwa für Übungsleiterzuschüsse und ähnliche Dinge“, die der Verein so besser auffangen könne.

Auch beim Verein ist die Erleichterung deutlich. Fußball-Abteilungsleiter Andreas Schlechta sprach von einem wichtigen Signal nach der anfänglichen Ablehnung im Finanzausschuss. Die Gespräche im Vorfeld seien konstruktiv gewesen; für den SE Freising sei die Zustimmung des Stadtrats ein Zeichen, dass Stadt und Verein in dieser Frage eine tragfähige Lösung gefunden hätten.

Flutlichtanlage auf Trainingsplatz 1: Modernisierung in Eigenregie – 40.000 Euro veranschlagt

Der zweite Beschluss betrifft die Flutlichtanlage am Trainingsplatz 1 in der Savoyer Au. Der SE Freising will die Modernisierung selbst umsetzen; im Raum stehen veranschlagte Kosten von 40.000 Euro. Dass der Verein hier schneller vorankommen kann, hängt an einer formalen, aber entscheidenden Voraussetzung: Für hohe Fördergelder – unter anderem über den Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV) – braucht es nach den Angaben im Umfeld des Beschlusses einen Pachtvertrag mit einer Laufzeit von mindestens 25 Jahren.

Genau diese Grundlage wurde nun geschaffen. Damit kann der Verein die Modernisierung nicht nur planen, sondern auch überhaupt so aufsetzen, dass eine Förderung realistisch wird. Mieskes stellte außerdem den wirtschaftlichen Effekt für die Stadt heraus: Es werde „wesentlich günstiger“, wenn der Verein das Vorhaben in Eigenregie umsetze, als wenn die Kommune selbst als Bauherr auftreten müsse.

Warum beide Entscheidungen zusammen für den SE Freising Gewicht haben

In der Summe greifen die Beschlüsse ineinander: Die Namensrechte verschaffen kurzfristig Entlastung, weil der Verein Ausrüstung im fünfstelligen Wert erhält, ohne dafür Mittel aus dem laufenden Haushalt binden zu müssen. Der 25-jährige Pachtvertrag wiederum schafft den langfristigen Rahmen, den Fördergeber typischerweise erwarten, wenn eine Sportstätte nachhaltig modernisiert werden soll. Mieskes sprach in diesem Zusammenhang von Planungssicherheit für die nächsten 25 Jahre – ein Zeitraum, der für Investitionen in Infrastruktur entscheidend ist.

Bemerkenswert ist dabei auch der politische Verlauf: Beide Themen waren zunächst im Finanzausschuss auf Ablehnung gestoßen, fanden am Ende aber im Stadtrat eine Mehrheit. Für den SE Freising bedeutet das eine doppelte Perspektive: kurzfristig mehr Spielraum im Alltag – und langfristig bessere Bedingungen für die Trainingsinfrastruktur.

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