Künstlerleben aus den Fugen? Themenführung im Stadtmuseum und Diözesanmuseum Freising


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Künstlerleben aus den Fugen? Eine Kunstführung zwischen Säkularisation und Neubeginn
Am Samstag, 13. Juni 2026, öffnet sich in Freising ein spannender Blick auf die Kunstgeschichte der Stadt nach der Säkularisation. Die Themenführung mit Kunsthistorikerin Christina Metz verbindet das Stadtmuseum Freising mit dem Diözesanmuseum Freising und zeigt, wie tiefgreifend der Umbruch um 1803 das Verhältnis von Künstlern, Auftraggebern und Kunstwerken veränderte.
Ein Stadtrundgang als Werkbetrachtung
Die Führung setzt bei der Künstlerfamilie Frey an und macht sichtbar, wie sich in Freising kirchliche Aufträge, bürgerliche Sammlungen und neue kulturelle Perspektiven neu ordneten. Gerade in einer Stadt, deren Geschichte eng mit Kirche, Kunst und Bildung verknüpft ist, entfaltet dieses Kunsterlebnis eine besondere Dichte.
Sinnliche Perspektiven auf Geschichte und Raum
Im Stadtmuseum begegnen Besucher ausgewählten Exponaten, die von Umbrüchen, Verlusten und kultureller Erneuerung erzählen. Im Diözesanmuseum erweitert sich der Blick auf die große Tradition kirchlicher Kunst und Kulturgeschichte. So entsteht eine ästhetische Erfahrung zwischen historischen Objekten, Raumwirkung und kunsthistorischer Einordnung.
Freising als Ort kultureller Bildung
Die Veranstaltung verbindet Museumspädagogik mit fundierter Vermittlung. Statt trockener Chronologie bietet sie einen anschaulichen Zugang zu Säkularisation, Sammlungsgeschichte und der Frage, wie Kunst sich in neuen gesellschaftlichen Konstellationen behauptet. Wer sich für Malerei, Skulptur, religiöse Kunst und die Geschichte des frühen 19. Jahrhunderts interessiert, findet hier reiches Anschauungsmaterial.
Ein lebendiger Dialog zwischen zwei Häusern
Besonders reizvoll ist der Doppelblick auf Stadtmuseum und Diözesanmuseum. Während das eine Haus die bürgerliche und stadtgeschichtliche Perspektive betont, öffnet das andere den Horizont auf die religiöse Kunst und den kulturellen Reichtum des Dombergs. Genau in dieser Gegenüberstellung gewinnt die Führung ihr Profil.
Diese Themenführung verspricht einen kenntnisreichen, bildreichen und zugleich nahbaren Blick auf Freisings Kunstgeschichte. Wer den Wandel von Kunst, Auftrag und Sammlung im historischen Raum erleben möchte, sollte sich diesen Termin nicht entgehen lassen.
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