Reinhard Wöllmer in der galerie 13: Papier und Stahl als poetische Skulptur


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Zwischen Papier und Stahl: Reinhard Wöllmers poetische Materialkunst in Freising
Die galerie 13 in Freising präsentiert mit Reinhard Wöllmer einen Künstler, der aus einfachen Materialien eine unverwechselbare Sprache der Form entwickelt. Die Ausstellung Papierobjekte und Stahlskulpturen verbindet strenge Konstruktion mit spielerischer Poesie und eröffnet ein konzentriertes Kunsterlebnis zwischen Fläche, Körper, Licht und Raum.
Material wird zur Skulptur
Reinhard Wöllmers Papierobjekte widersprechen jeder Vorstellung von Papier als bloß fragilem Bildträger. Eingefärbtes Papiermaché wird zu Scheiben gewalzt und anschließend wie ein widerständiges Material mit dem Hammer bearbeitet. So entstehen konvex-konkave Formen, deren Oberfläche zwischen Relief, Zeichnung und dreidimensionaler Skulptur vermittelt.
Kreis, Konstruktion und poetische Offenheit
Ein wiederkehrendes Motiv in Wöllmers Werk ist der Kreis. In der strukturellen Abstraktion gewinnt diese geometrische Grundform eine besondere Spannung: Sie wirkt geschlossen und zugleich offen, statisch und bewegt. Kanten, Schichtungen und Schattenlinien führen die Werkbetrachtung in eine ästhetische Erfahrung, bei der sich die Ordnung der Form allmählich in sinnliche Wahrnehmung verwandelt.
Die stille Kraft des Stahls
Den Papierobjekten treten Stahlskulpturen gegenüber. Während Papier Leichtigkeit, Taktilität und farbliche Feinabstufungen vermittelt, bringt Stahl Gewicht, Härte und architektonische Präsenz in die Ausstellungsatmosphäre. Der Dialog beider Materialien macht sichtbar, wie unterschiedlich sich Raum durch Oberfläche, Kontur und Volumen artikulieren lässt.
Ein kunsthistorisch geschulter Blick
Wöllmers Position bewegt sich im Umfeld geometrischer Abstraktion, konstruktiver Kunst und zeitgenössischer Materialästhetik. Seine Arbeiten verbinden handwerkliche Präzision mit einer poetischen Auffassung von Skulptur. Der 1957 in Nürnberg geborene Maler und Bildhauer studierte an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg bei Clemens Fischer und schloss sein Studium als Meisterschüler ab. Ein Auslandsstipendium der Stadt Nürnberg führte ihn 1991 nach Skopje; zudem erhielt er unter anderem den Kunstpreis Hollfeld und den Kunstpreis des Kunstvereins Spirale Treuchtlingen.
Kuratierung als Einladung zur Werkbetrachtung
Die Präsentation in der galerie 13 setzt auf Konzentration und unmittelbare Wahrnehmung. Zwischen Papierobjekten und Stahlskulpturen entsteht ein Raum für kulturelle Bildung, in dem Besucherinnen und Besucher Materialprozesse, geometrische Formfindung und skulpturale Raumwirkung nachvollziehen können. Die Ausstellung lädt dazu ein, langsamer zu sehen und die Sprache der Dinge mit den Augen, dem Raumgefühl und der eigenen Vorstellungskraft zu erfassen.
Öffnungszeiten und Besuch
Die Ausstellung ist vom 22. September bis 7. November 2026 zu sehen. Geöffnet ist die galerie 13 dienstags, mittwochs und freitags von 14 bis 18.30 Uhr, donnerstags von 14 bis 20.30 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr und nach Vereinbarung. Der Eintritt ist frei.
Fazit: Ein Kunsterlebnis zwischen Leichtigkeit und Gewicht
Reinhard Wöllmers Papierobjekte und Stahlskulpturen zeigen, wie aus Material, Handarbeit und geometrischer Reduktion eine eindringliche ästhetische Erfahrung entsteht. Kunstinteressierte erwartet eine Ausstellung mit stiller Intensität, präziser Formensprache und großer sinnlicher Präsenz. Wer zeitgenössische Skulptur, Objektkunst und poetische Materialästhetik unmittelbar erleben möchte, sollte diese Ausstellung unbedingt live in der galerie 13 besuchen.
Offizielle Kanäle von Reinhard Wöllmer:
- Website: https://woellmer.net/
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
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- YouTube: kein offizielles Profil gefunden










