Reinhard Wöllmer in der galerie 13: Papier, Stahl und poetische Raumkunst


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Zwischen Papier und Stahl: Reinhard Wöllmers poetische Materialkunst in Freising
Die Ausstellung Reinhard Wöllmer – Papierobjekte und Stahlskulpturen in der galerie 13 widmet sich einem vielschichtigen Werk zwischen strenger Konstruktion und spielerischer Poesie. Vom 22. September bis 7. November 2026 begegnen Besucherinnen und Besucher einer Kunst, die Papier aus seiner vertrauten Fläche löst und als eigenständigen bildhauerischen Körper erfahrbar macht.
Das Kreisotiv als strukturierende Form
Reinhard Wöllmer entwickelt vor allem Kreis- und Ringobjekte. Seine Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld von Fläche, Volumen, Licht und Schatten. Die geometrische Grundform erhält durch Faltungen, Aussparungen und plastische Verformungen eine überraschende räumliche Präsenz. So entsteht eine ästhetische Erfahrung, in der Reduktion nicht kühl, sondern poetisch und sinnlich wirkt.
Papier als bildhauerisches Material
Wöllmer arbeitet mit eingefärbtem Papiermaché. Zu Scheiben gewalzte Papierformen bearbeitet er überwiegend mit dem Hammer, beinahe wie ein Schmied. Das fragile Material verwandelt sich dadurch in konvex-konkave Körper mit markanten Kanten, reliefartigen Oberflächen und differenzierten Farbräumen. Die Werkbetrachtung lenkt den Blick auf Materialstruktur, Gewichtswirkung und die stille Dynamik der Formen.
Stahlskulpturen zwischen Gewicht und Leichtigkeit
Den Papierobjekten stehen Stahlskulpturen gegenüber. Stahl verleiht dem Ausstellungsraum konstruktive Spannung, Stabilität und architektonische Präsenz. Im Dialog mit dem Papier entsteht ein Wechselspiel der Gegensätze: Leichtigkeit trifft auf Schwere, Handarbeit auf industrielle Anmutung, geschlossene Form auf offenen Raum. Die Ausstellung macht diese materiellen und formalen Beziehungen unmittelbar erlebbar.
Kunsthistorische Einordnung und Künstlerbiografie
Der 1957 in Nürnberg geborene Maler und Bildhauer studierte von 1977 bis 1984 an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg bei Clemens Fischer und schloss als Meisterschüler ab. Wöllmers Arbeiten stehen in der Tradition konstruktiver und konkreter Kunst, verbinden diese jedoch mit einer ausgeprägten Affinität zum Material und einer spielerischen poetischen Formensprache. Seine Werke wurden in zahlreichen Galerien, Kunstvereinen und öffentlichen Sammlungen gezeigt. Zu seinen Stationen zählen unter anderem Ausstellungen in Berlin, München, Wien, Freising und im Kunstmuseum Erlangen.
Ausstellungsatmosphäre und Kunsterlebnis
Die galerie 13 schafft einen konzentrierten Rahmen für eine entschleunigte Werkbetrachtung. Im Wechsel von Farbe, Schattenlinie, Volumen und Zwischenraum entfaltet sich eine ruhige, zugleich spannungsreiche Ausstellungsatmosphäre. Kulturelle Bildung entsteht hier durch unmittelbare Anschauung: Besucherinnen und Besucher erleben, wie aus Papier plastische Form und aus Stahl eine poetische Raumzeichnung wird.
Fazit: Reinhard Wöllmers Papierobjekte und Stahlskulpturen eröffnen einen präzisen Blick auf die Möglichkeiten zeitgenössischer Materialkunst. Die Ausstellung verspricht ein intensives Kunsterlebnis zwischen geometrischer Abstraktion, handwerklicher Präzision und sinnlicher Präsenz. Wer die ästhetische Erfahrung von Papier, Stahl, Licht und Raum unmittelbar erleben möchte, sollte die Ausstellung in der galerie 13 in Freising live besuchen.
Offizielle Kanäle von Reinhard Wöllmer:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.woellmer.net/










