Reinhard Wöllmer in der galerie 13: Papierobjekte und Stahlskulpturen erleben

Event: Reinhard Wöllmer - Papierobjekte und Stahlskulpturen in galerie 13, Dr.-Karl-Schuster-Str. 15, 85354 Freising on 22. September 2026

Datum und Uhrzeit

22. September 2026

Veranstaltungsort

Freising
85 Freising, Deutschland

Tickets

Kostenlos

Über diese Veranstaltung

Ausstellungen & Museen

Stimmung

Entspannt

Veranstaltungsorttyp

Drinnen

Zwischen Papier und Stahl: Reinhard Wöllmers poetische Materialkunst in Freising

Die galerie 13 in Freising präsentiert vom 22. September bis 7. November 2026 die Ausstellung Reinhard Wöllmer – Papierobjekte und Stahlskulpturen. Das Kunsterlebnis führt in ein vielschichtiges Werk, das strenge Konstruktion mit spielerischer Poesie verbindet und die ästhetische Spannung von Leichtigkeit, Gewicht, Fläche und Raum erfahrbar macht.

Eine unverwechselbare Formensprache

Reinhard Wöllmer, 1957 in Nürnberg geboren, studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg bei Clemens Fischer und schloss sein Studium als Meisterschüler ab. Seine künstlerische Praxis bewegt sich zwischen Malerei, Objektkunst, Skulptur und struktureller Abstraktion. Auszeichnungen wie der Kunstpreis Hollfeld und der Kunstpreis des Kunstvereins Spirale Treuchtlingen gehören zu den Stationen seiner Vita.

Wöllmers Arbeiten sind von einer konsequenten Auseinandersetzung mit Material, Form und Wahrnehmung geprägt. Wiederkehrende Kreisobjekte, Farbraumreliefs, Schnittarbeiten und konstruktive Kompositionen zeigen eine Kunstrichtung, in der Reduktion nicht als Verzicht, sondern als konzentrierte bildnerische Entscheidung erscheint.

Papier als bildhauerisches Material

Besonders eindrucksvoll ist der Umgang des Künstlers mit Papier. Eingefärbtes Papiermaché wird nicht lediglich als flache Bildfläche eingesetzt, sondern bildhauerisch bearbeitet. Zu Scheiben gewalztes Papier formt Wöllmer überwiegend mit dem Hammer zu konvexen und konkaven Körpern. Dadurch entstehen reliefartige Oberflächen, markante Kanten und subtile Übergänge zwischen Zeichnung, Collage und Skulptur.

Die Werkbetrachtung lenkt den Blick auf Schichtung, Schattenlinien und Materialspannung. Licht verändert die Wahrnehmung der Papierobjekte, lässt Vertiefungen dunkler erscheinen und hebt erhabene Partien hervor. In der Ausstellungsatmosphäre entfalten die scheinbar leichten Arbeiten eine überraschende räumliche Präsenz.

Strenge Konstruktion und spielerische Poesie

Wöllmers Kunst lebt vom Spannungsfeld der Gegensätze. Das Kreisförmige verweist auf Ordnung, Wiederholung und Geschlossenheit, während die handwerkliche Bearbeitung jede Form mit individuellen Spuren versieht. So begegnen sich geometrische Klarheit und gestische Unregelmäßigkeit, planerische Konstruktion und sinnliche Materialität.

Die Stahlskulpturen erweitern diesen Dialog um Gewicht, Stabilität und architektonische Präsenz. Im Verhältnis zu den Papierobjekten erscheinen sie als konzentrierte Gegenpole: Während Papier auf Faltung, Schichtung und Licht reagiert, behauptet Stahl seine Form im Raum. Die Ausstellung macht diese Wechselwirkung als unmittelbare ästhetische Erfahrung zugänglich.

Kunsthistorische Einordnung und kulturelle Bildung

Die Arbeiten lassen sich im Umfeld konstruktiver und konkreter Kunst betrachten, ohne sich auf ein starres Stilprinzip zu reduzieren. Wöllmer verbindet geometrische Grundformen mit handwerklicher Transformation und einer ausgeprägten Affinität zum Material. Damit eröffnet die Kuratierung einen anschaulichen Zugang zu Fragen der modernen Skulptur: Wie wird aus einer Fläche ein Körper? Wie verändert Licht die Form? Und wann beginnt ein Material, räumlich zu denken?

Die Ausstellung eignet sich für eine intensive Werkbetrachtung ebenso wie für einen ersten Zugang zur zeitgenössischen Materialkunst. Sie fördert kulturelle Bildung, weil sie Wahrnehmung nicht über spektakuläre Effekte, sondern über genaue Beobachtung, räumliche Orientierung und die sinnliche Erfahrung von Oberflächen schärft.

Fazit: Ein konzentriertes Kunsterlebnis in der galerie 13

Besucherinnen und Besucher erwartet eine Ausstellung, in der Papier überraschende Körperlichkeit gewinnt und Stahl eine stille, konstruktive Kraft entfaltet. Reinhard Wöllmers Papierobjekte und Stahlskulpturen laden dazu ein, Material neu zu sehen und die Übergänge zwischen Malerei, Relief und Skulptur zu entdecken. Wer zeitgenössische Kunst, geometrische Abstraktion und poetische Materialästhetik unmittelbar erleben möchte, sollte diese Ausstellung in der galerie 13 in Freising unbedingt live besuchen.

Offizielle Kanäle von Reinhard Wöllmer:

  • Instagram: kein offizielles Profil gefunden
  • Facebook: kein offizielles Profil gefunden
  • YouTube: kein offizielles Profil gefunden
  • Website: kein offizielles Profil gefunden

Quellen:

Loading map...

Häufig gestellte Fragen