Lars Herrmanns „Splitter und Scherben“: Kunst zwischen Realität und Fantastik


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„Splitter und Scherben“: Rätselhafte Bildwelten aus dem Kugelschreiber
Die Ausstellung „Splitter und Scherben“ präsentiert vom 24. Oktober bis 28. November 2026 in der Stadtbibliothek Freising einen eindrucksvollen Querschnitt durch das langjährige Schaffen des Freisinger Künstlers Lars Herrmann. Die Ausstellung verbindet zeitgenössische Zeichnung mit surrealen, realistischen und fantastischen Bildwelten und lädt zu einer konzentrierten Werkbetrachtung ein.
Ein ungewöhnliches Werkzeug mit großer Ausdruckskraft
Im Mittelpunkt steht der Kugelschreiber, den Lars Herrmann als eigenständiges künstlerisches Medium nutzt. Mit fein differenzierten Strichen, wechselndem Druck und präzisen Schraffuren entstehen helle Haarlinien ebenso wie tiefschwarze Schatten. Aus dem alltäglichen Schreibgerät entwickelt sich eine Technik von außergewöhnlicher Tiefe, Intensität und poetischer Wirkung.
Die Zeichnungen zeigen, wie nuancenreich monochrome und farbige Linienführung sein kann. Jede Schicht erweitert die räumliche Wirkung der Komposition: Formen treten hervor, verschwimmen oder verwandeln sich in traumartige Übergänge. Die Ausstellungsatmosphäre lebt von dieser Spannung zwischen kontrollierter Präzision und offenem, assoziativem Bildraum.
Zwischen Realismus, Fantastik und Surrealismus
Herrmanns Arbeiten bewegen sich zwischen genauer Beobachtung und innerer Vorstellung. Realistische Elemente treffen auf fantastische Landschaften, ungewöhnliche Perspektiven und rätselhafte Szenerien. Einflüsse des Surrealismus und der Fantastik verbinden sich mit einer eigenständigen Bildsprache, die vertraute Motive in neue Bedeutungszusammenhänge überführt.
Die Retrospektive gibt Einblick in rund zwei Jahrzehnte künstlerischer Arbeit. Auch literarische Welten von H. P. Lovecraft und J. R. R. Tolkien sowie eigene Ansichten der Domstadt Freising haben Spuren in Herrmanns Werk hinterlassen. Rund 200 seiner Arbeiten befinden sich bereits in privaten Sammlungen; für diese Ausstellung wurden zudem Werke ausgewählt, die in Freising bisher nicht öffentlich zu sehen waren.
Ästhetische Erfahrung und kulturelle Bildung
Die Ausstellung eröffnet einen stillen Raum für ästhetische Erfahrung. Besucherinnen und Besucher können beobachten, wie aus Linien Körper, Landschaften und imaginäre Räume entstehen. Die Zeichnungen verlangen keine eindeutige Lesart, sondern fördern eine persönliche Annäherung: Was zunächst als realistische Darstellung erscheint, kann sich im nächsten Moment als innere Landschaft oder fantastische Vision erweisen.
Lars Herrmann wurde im Erzgebirge geboren, studierte Kunstgeschichte und arbeitet seit 2017 als freischaffender Künstler in Freising. Neben seiner eigenen künstlerischen Tätigkeit kuratiert er Ausstellungen des Kunstvereins Freisinger Mohr e. V. Seine Werke wurden in Museen, Galerien und Ausstellungsräumen im In- und Ausland gezeigt und mit zahlreichen Auszeichnungen und Nominierungen gewürdigt.
Vernissage und Besuch
Die Vernissage findet am Freitag, 23. Oktober 2026, um 18:30 Uhr in der Stadtbibliothek Freising statt. Eröffnet wird die Ausstellung von der Kunsthistorikerin Dr. Veronika Winkler. Während der Laufzeit ist „Splitter und Scherben“ zu den Öffnungszeiten der Stadtbibliothek zugänglich: dienstags von 10:00 bis 19:00 Uhr, mittwochs bis freitags von 10:00 bis 18:00 Uhr sowie samstags von 10:00 bis 14:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Fazit: Zeichnung als Reise in innere Räume
„Splitter und Scherben“ verspricht ein konzentriertes Kunsterlebnis zwischen Wirklichkeit, Fantasie und surrealer Vorstellung. Die Ausstellung macht sichtbar, welche poetische Kraft in einer scheinbar einfachen Kugelschreiberzeichnung liegen kann. Kunstinteressierte sollten die Gelegenheit nutzen, Lars Herrmanns detailreiche Bildwelten live zu entdecken und sich auf eine vielschichtige Werkbetrachtung in der Stadtbibliothek Freising einzulassen.
Offizielle Kanäle von Lars Herrmann:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.lars-herrmann.net










