Reinhard Wöllmer in der galerie 13: Papierobjekte und Stahlskulpturen erleben


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Zwischen Konstruktion und Poesie: Reinhard Wöllmer in der galerie 13
Die Ausstellung Reinhard Wöllmer – Papierobjekte und Stahlskulpturen lädt in der galerie 13 in Freising zu einer konzentrierten Werkbetrachtung ein. Im Zentrum steht ein vielschichtiges Oeuvre, das strenge Konstruktion, geometrische Form und spielerische Poesie miteinander verbindet. Papier erscheint dabei nicht als nebensächliches Material, sondern als eigenständiger plastischer Körper mit Volumen, Oberfläche und räumlicher Präsenz.
Papier als skulpturales Material
Reinhard Wöllmer, 1957 in Nürnberg geboren, studierte von 1977 bis 1984 an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg bei Clemens Fischer und schloss als Meisterschüler ab. Seit seiner Neuorientierung zum Papier hat er eine unverwechselbare Formensprache entwickelt. Eingefärbte, geschnittene, gefaltete und bearbeitete Papierflächen verwandeln sich in reliefartige Objekte, Farbraumreliefs und eigenständige Skulpturen.
Die Ästhetische Erfahrung dieser Arbeiten entsteht aus dem Wechselspiel von Fläche und Raum. Licht gleitet über Kanten, Schatten vertiefen Einschnitte, und reduzierte Formen entfalten eine stille, beinahe meditative Intensität. Die Ausstellungsatmosphäre fördert eine langsame Wahrnehmung, in der sich Material, Farbe und Proportion Schritt für Schritt erschließen.
Stahl, Linie und räumliche Spannung
Den Papierobjekten treten Stahlskulpturen gegenüber. Das industrielle Material bringt Gewicht, Widerstand und konstruktive Klarheit in den Galerieraum. Im Kontrast zur scheinbaren Fragilität des Papiers entsteht eine spannungsreiche Dramaturgie: Leichtigkeit begegnet Stabilität, organische Bearbeitung trifft auf präzise Setzung.
Wöllmers Kunst bewegt sich damit im Umfeld konkreter und konstruktiver Tendenzen, ohne sich in ein starres stilistisches System einzufügen. Kreis, Oval, Linie und geometrische Grundformen dienen als Ausgangspunkte für eine Forschung über Ordnung, Rhythmus und Wahrnehmung. Die Werke sind keine Abbilder, sondern eigenständige visuelle Erfahrungen.
Künstlerische Biografie und kunsthistorischer Kontext
Zu Wöllmers wichtigen Stationen zählen ein Auslandsstipendium der Stadt Nürnberg in Skopje, die Gründung der Künstlergruppe PURPUR und seine langjährige Tätigkeit als Dozent für Gestaltung an der Werkbund Werkstatt Nürnberg. 1995 erhielt er den Bayerischen Debütanten-Förderpreis, 2004 folgten Kunstpreise des Kunstvereins Spirale in Treuchtlingen und in Hollfeld.
Seine Arbeiten wurden unter anderem in Berlin, Wien, München, Nürnberg und Freising präsentiert. Die galerie 13 widmet sich mit dieser Ausstellung erneut einer Position, die handwerkliche Präzision, Materialforschung und kulturelle Bildung miteinander verbindet. Besucherinnen und Besucher erhalten Einblicke in die Möglichkeiten zeitgenössischer Papierkunst und skulpturaler Formfindung.
Öffnungszeiten und Kunsterlebnis
Die Ausstellung ist am Freitag, 6. November 2026, von 14:00 bis 18:30 Uhr geöffnet. Weitere Besuche sind während der Laufzeit dienstags, mittwochs und freitags von 14:00 bis 18:30 Uhr, donnerstags von 14:00 bis 20:30 Uhr sowie samstags von 10:00 bis 13:00 Uhr und nach Vereinbarung möglich. Der Eintritt ist frei.
Fazit: Reinhard Wöllmers Papierobjekte und Stahlskulpturen versprechen ein still intensives Kunsterlebnis zwischen Konstruktion und Poesie. Die Ausstellung eröffnet eine sinnliche Begegnung mit Papierkunst, Skulptur, Licht, Schatten und reduzierter Formensprache. Wer Materialität nicht nur betrachten, sondern in ihrer räumlichen Wirkung erfahren möchte, sollte diese Ausstellung in der galerie 13 unbedingt live besuchen.
Offizielle Kanäle von Reinhard Wöllmer:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
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- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://galerie13.net/










